Physiotherapie: eine angenehme und wohltuende Form der Bewegung
Schon in der Antike erkannte man die wohltuende Wirkung regelmäßiger Bewegung auf den Körper. Verschiedene alte Kulturen schufen jeweils ihre eigenen Übungssysteme und Bewegungsformen. Die Physiotherapie stellt eine Weiterentwicklung dar und erarbeitet spezielle Bewegungen und Übungen auf der Grundlage wissenschaftlicher, anatomischer Prinzipien. Von Anfang an haben sich in der Physiotherapie
mehrere Techniken durchgesetzt, die auf unterschiedliche Arten von Problemen spezialisiert sind, aber das Grundprinzip bleibt dasselbe.

Warum ist Bewegung im Alltag wichtig?
In unserer schnelllebigen Welt haben wir leider weder die Zeit noch die Energie, auf unseren Körper zu achten, und wir bewegen uns zu wenig. Wir kauern am Schreibtisch, müssen den ganzen Tag schwere Gegenstände heben und schwere Taschen tragen. Dies kann schnell zu Problemen führen; zum Beispiel Rücken- und Nackenschmerzen, die unsere täglichen Aufgaben erschweren. Es stellt ein Hindernis bei unserer Arbeit und auch bei der Gestaltung unserer Freizeit dar.
In welchen Situationen ist es empfehlenswert, einen Physiotherapeuten aufzusuchen?
Zu den Aufgaben eines Physiotherapeuten gehören Prävention (Prophylaxe) und Rehabilitation. Prävention bedeutet, Krankheiten und Problemen vorzubeugen, ihre Entwicklung zu verhindern oder zu verzögern. Dies kann zum Beispiel wichtig sein, wenn sich ein Bandscheibenvorfall entwickelt, wo mit der richtigen Therapie der Prozess umgekehrt und eine Operation verhindert werden kann. Bei der Rehabilitation geht es darum, bereits entwickelte Krankheiten zu behandeln, deren Verschlimmerung zu verhindern und den Zustand zu verbessern. Beispielsweise nach Operationen hilft eine schrittweise aufgebaute Bewegungstherapie sehr dabei, schnellstmöglich wieder auf den Beinen zu sein und in den Alltag zurückzukehren.

Haben Sie Schmerzen im unteren Rücken oder Rücken?
Das wichtigste Stützsystem unseres Körpers ist das Skelett, eines der wichtigsten Teile davon ist die Wirbelsäule. Die Wirbelsäule ist das wichtigste stabilisierende Element des menschlichen Körpers. Treten in diesem Bereich Probleme oder Schmerzen auf, wirkt sich dies negativ auf die stabilisierende Funktion der Wirbelsäule aus. Bewegungen werden schmerzhaft und schwierig, es können Muskelkrämpfe und schmerzhafte Knoten im Rücken entstehen. Manchmal kann dieser Schmerz in unser Bein oder in unseren unteren Rücken ausstrahlen. Dadurch wird es schwierig, alltägliche Aufgaben zu erledigen, das Bücken oder Aufrichten ist schmerzhaft und wir können keine schweren Gegenstände heben. Ursache des Problems sind meist sogenannte degenerative Wirbelsäulenerkrankungen. Zu dieser Gruppe zählen unter anderem Bandscheibenvorfälle und verschiedene Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule. Wenn wir solche Beschwerden oder Schmerzen verspüren, ist es ratsam, so schnell wie möglich einen Spezialisten aufzusuchen, um die Verschlechterung unseres Zustands zu stoppen oder den Prozess umzukehren.
Warum Physiotherapie wählen?
Physiotherapie ist eine Trainingsform, die zur Lösung dieses Problems entwickelt wurde. Ihr Ziel ist die langfristige Beseitigung von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen durch aktive, bewegungsbasierte Elemente. Der Physiotherapeut passt die Behandlung individuell an an, legt Therapieziele fest und überwacht kontinuierlich den Grad der Verbesserung. Dabei behält der Therapeut stets die Bedürfnisse und den aktuellen Zustand des Patienten im Auge. Die Übungsroutinen zeichnen sich durch Abwechslung und Kreativität aus. Während der Therapie können verschiedene Hilfsmittel verwendet werden, wie zum Beispiel Gummibänder, Bälle unterschiedlicher Größe, kleine Hanteln, Kissen oder eine Wandleiter.
Das Ziel der Physiotherapie
Ziel der Physiotherapie ist es, sich entwickelnde oder bereits bestehende Beschwerden durch aktive Bewegung und Muskelarbeit zu verbessern oder ihnen vorzubeugen.
Der Behandlung geht immer eine Zustandsbeurteilung voraus. Der Patient beschreibt seine Probleme; der Ort des Schmerzes oder der Bewegungseinschränkung. Es ist sehr wichtig zu wissen, seit wann diese Beschwerden bestehen. Anschließend untersucht der Physiotherapeut den Patienten und deckt die wahre Ursache der Beschwerden auf. Gemeinsam erstellen sie den Behandlungsplan, definieren die zu erreichenden Ziele, die geplante Dauer der Behandlung und deren Häufigkeit. Idealerweise werden 3 Sitzungen pro Woche mit einer Dauer von jeweils 45-60 Minuten empfohlen, dies hängt jedoch weitgehend vom Gesundheitszustand, der Ausdauer, anderen Verpflichtungen und dem Zeitplan des Patienten ab.
Ich empfehle, die Gesundheit unseres Körpers durch regelmäßige Bewegung und körperliche Aktivität zu erhalten, auch wenn sie beschwerdefrei sind, möglicherweise mit Hilfe eines Physiotherapeuten. Sollten jedoch Schmerzen oder Erkrankungen auftreten, halte ich es auf jeden Fall für notwendig, einen Facharzt aufzusuchen und eine personalisierte Therapie durchzuführen.
Autorin: Rita Pelikán, Physiotherapeutin