Die Wirbelsäule unserer Kinder


Auch als Eltern können wir zum Schutz der Wirbelsäule unseres Kindes beitragen!

Wenn das Kind geboren wird, ist seine Wirbelsäule noch gerade. Mit den Bewegungen entwickeln sich Krümmungen. Deshalb ist es schon bei Kleinkindern sehr wichtig, Bewegungsmöglichkeiten zu geben oder zu schaffen, aber nichts zu erzwingen. Wenn das Kind also noch nicht sitzen kann, sollten wir es nicht hinsetzen, wenn es noch nicht gelaufen ist, sollten wir es nicht an den Händen führen. Seien wir geduldig! Es spürt und weiß selbst, wann seine Muskeln ausreichend gestärkt sind und wann es reif dafür ist. Natürlich beobachten wir, ob es sich entwickelt, und wenn wir es für nötig halten, holen wir uns Hilfe von einem Fachmann.

Kleinkind macht erste Schritte. Die Gesundheit der Wirbelsäule unserer Kinder verdient Aufmerksamkeit.


Bewegung ist für ein Kind lebenswichtig. Damit sich sein Körper richtig entwickelt, sollten wir versuchen, es mit möglichst vielen verschiedenen Bewegungsformen vertraut zu machen: spielen wir, spielen wir Ball, schaukeln wir es, schwimmen wir mit ihm. Das tut auch unserer Beziehung gut.

Kinder nehmen sich ein Vorbild an ihren Eltern. Sowohl Gutes als auch Schlechtes. Deshalb ist es wichtig, wie wir leben. Ein Kleinkind hockt sich zum Beispiel unwillkürlich hin, wenn es eines seiner Spielzeuge vom Boden aufhebt, aber später wird es, von seinen Eltern gelernt, auch selbst sich bücken. Wenn die Eltern sportlich sind, wird das Kind im Erwachsenenalter auch offener für Bewegung sein. Wenn es für die Eltern selbstverständlich ist, auf einem Keilkissen zu sitzen, zu essen, zu arbeiten und mit gestütztem Rücken fernzusehen, wird das Kind das auch tun. Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern die Möglichkeiten zum Schutz ihrer Wirbelsäule kennen, denn sie werden ihr Kind auch danach erziehen. Wenn unser Kind in die Schule kommt, ist es sinnvoll, es schon vorher auf ein Keilkissen zu setzen.
Am besten wäre es, wenn es das auch in der Schule benutzen würde. Das richtige Sitzen sollte schon im Kindergarten gelernt werden, denn in der Schule wird es so vielen Reizen ausgesetzt und muss so viel sitzen, dass dort weniger Energie dafür bleibt. Wenn die Füße vielleicht nicht den Boden berühren, stützen wir sie ab.


Wir versuchen, das Gewicht der Schultasche zu kontrollieren, aber wir sollten die Tasche nicht immer vom Rücken nehmen, da dies die Muskulatur stärkt. Wählen wir eine bequeme, auf beiden Schultern breit abgestützte Tasche, in der das Gewicht gleichmäßig verteilt werden kann. Sorgen wir nachmittags für Bewegungsmöglichkeiten!


Beobachten und überprüfen wir regelmäßig die Wirbelsäule unseres Kindes, schauen wir uns seine Haltung an, ob eine Schulter oder Hüfte höher steht. Wenn wir uns unsicher sind, holen wir uns Hilfe! Je früher z.B. eine Behandlung einer Wirbelsäulenverkrümmung beginnt, desto größer ist die Chance auf eine Verbesserung und Korrektur des Zustands!