Experimentelle Behandlung chronischer Rückenschmerzen mit Stammzelltherapie bei degenerativer Bandscheibenerkrankung
Ein Produkt mit dem Codenamen MPC-06-ID wird von der amerikanischen Firma Mesoblast Ltd entwickelt und befindet sich derzeit in einer landesweiten klinischen Studie mit 330 Teilnehmern in den Vereinigten Staaten, die von der Food and Drug Agency (der Behörde für Arzneimittelzulassung) überwacht wird.

Nur in den USA leiden mehr als vier Millionen Menschen an chronischen Rückenschmerzen, die durch eine Schädigung der Bandscheibe verursacht werden – bedingt durch Alterung, Genetik oder äußere Einflüsse. Wenn bei einem Patienten die Bandscheibenschädigung ein Niveau erreicht, bei dem die Schmerzen oder der Verlust verschiedener Funktionen nicht mehr mit konservativen Methoden (Medikamenten, Physiotherapie) behandelt werden können, bleibt derzeit nur die Operation als einzige mögliche Lösung.
Dies soll durch MPC-06-ID geändert werden, dessen eine Dosis sechs Millionen sogenannte mesenchymale Vorläufer-Stammzellen aus dem Knochenmark enthält, die während der Behandlung direkt in die beschädigte Bandscheibe injiziert werden. Im Rahmen der Versuchsreihe wird der Zustand der Patienten nach dem Eingriff 12 Monate lang überwacht, um zu untersuchen, ob im Vergleich zur Placebo-Gruppe eine Regeneration der behandelten Bandscheiben nachweisbar ist.