Fahrkrankheit
Obwohl dieser Ausdruck auf den ersten Blick seltsam erscheinen mag, existiert das Phänomen sehr wohl: Arbeitsmedizinische Studien untermauern die Ansicht, dass das berufsmäßige Fahren von Kraftfahrzeugen die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten und Symptomgruppen erhöht.

Was bedeutet Gefahr, was ist die potenzielle Quelle von Problemen?
Es nützt nichts, wenn ein Sitz bequem ist, aber die Sitzposition, in der der Fahrer täglich viele Stunden verbringt, eine zu große Belastung für die Bandscheiben darstellt, insbesondere im Lenden- und Halswirbelsäulenbereich. Kurzfristig können die betroffenen Gewebe dies erfolgreich tolerieren, aber durch den langanhaltenden einseitigen Druck können sie beschädigt werden, und die Bandscheibe kann sich verformen, es beginnt eine Vorwölbung, und letztlich entsteht ein Bandscheibenvorfall.
Doch nicht nur die falsche Sitzposition ist das Problem, auch die ständigen Erschütterungen verschlechtern die Lage. Vor allem Autos mit härterer Federung und härteren Sitzen können die Probleme verstärken. Hinzu kommt der Zustand der Straßen, denn offensichtlich verschlimmert das Rütteln die Situation nur. Eine Auto-Lendenstütze kann helfen, die korrekte Sitzposition der Wirbelsäule während der Fahrt einzustellen. Diese Gefahr kann also mit guter Effizienz auf ein Minimum reduziert werden.
Unsere Wirbelsäule ist jedoch nicht das einzige Organ, das durch regelmäßiges Fahren geschädigt wird. Die zusammengesunkene Haltung kann auch dazu führen, dass unsere inneren Organe durch ihr eigenes Gewicht gegeneinander drücken, was ebenfalls zu Schäden und funktionellen Störungen führen kann. In einer Sitzposition, die ständiger Vibration ausgesetzt ist, ist die Belastung der Blase, der Prostata und zum Beispiel des Enddarms hoch. Deshalb sind Prostatitis und Hämorrhoiden bei Fahrern häufiger.