Vorbeugen gegen Hexenschuss! Alltagstipps II.
Wenn wir ironisch sein wollten, könnten wir mit dem alten Sprichwort kommen, warum das, was gut ist, sicher ungesund ist. Aber leider müssen wir in unserem Fall den Scherz beiseitelegen: Die Verletzlichkeit unserer Wirbelsäule wird tatsächlich durch das Rauchen und Übergewicht erhöht. Aber was ist eigentlich der Zusammenhang zwischen ihnen?

Rauchen
Beim Zigarettenrauchen liegt der Grund in dem Phänomen, dass Nikotin die Elastizität der Gefäße beeinflusst und das im Rauch enthaltene Kohlenmonoxid die Sauerstoffversorgung des Gewebes verringert. Nikotin verengt die mittlere, muskuläre Schicht der Gefäßwände, was zu einer Verengung der Gefäße führt. Die Gefäßverengung geht natürlich mit einer verminderten Durchblutung des umliegenden Gewebes einher. Die Bandscheiben haben keine eigene Blutversorgung, sie beziehen ihre Nährstoffe aus dem umliegenden Gewebe. Zigaretten schädigen jedoch die Durchblutung dieses Gewebes, wodurch die Regenerationsfähigkeit der Bandscheiben abnimmt.
Übergewicht
Übergewicht stellt eine größere Belastung für die Bandscheiben dar als normal, was deren Degeneration und Abflachung fördert und beschleunigt – ein natürlicher Prozess im Alter. Der Flüssigkeitsverlust der Bandscheiben und die daraus resultierende Abflachung sind die Vorstufe zur Entstehung eines Hexenschusses, da die Facettengelenke näher zusammenrücken und somit das Risiko einer möglichen Nervenwurzelreizung steigt.
Wenn wir also mit einem Hexenschuss zu kämpfen haben,
sollten wir über das Aufhören mit dem Rauchen nachdenken und es ist auch an der Zeit, die überflüssigen Kilos loszuwerden!