Wirbelsäule und Sport

Regelmäßige Bewegung kann helfen, die Entstehung von Wirbelsäulenerkrankungen zu verhindern, und das Wissen um den eigenen Körper und seine Grenzen kann bei der Erholung von einer Wirbelsäulenerkrankung äußerst wichtig sein. Mit starken, aber flexiblen Muskeln und guter Kondition können wir auch unserer Wirbelsäule Schutz bieten, wobei es entscheidend ist, was und wie wir es tun.

Junge Frau läuft am Strand, die Wirbelsäule ist rot hervorgehoben

Rückenschonender Sport


Wenn wir bereits Rückenprobleme haben oder hatten, dann:

  • vermeiden wir möglichst Bewegungsformen, die mit einer Drehung des Rumpfes verbunden sind und einseitige Bewegungen (z.B. Tennis oder bestimmte Kampfsportarten können für die Wirbelsäule gefährlich sein).
  • Wenn wir dennoch solche Sportarten ausüben, achten wir besonders auf die Kräftigung der Rumpfmuskulatur,
  • und auf die gleichmäßige Belastung beider Seiten.

Früher sagte man, dass man bei Rückenproblemen nicht trainieren darf, heute sind sich Fachleute einig, dass Bewegung sehr wichtig ist, um Entzündungen zu reduzieren und die Bewegungsgrenzen zu erhalten. Bei bestehenden Rückenproblemen holen Sie sich die Hilfe eines Physiotherapeuten, der mit individuell angepassten Übungen bei der Genesung unterstützt. Wenn wir keine Rückenprobleme haben oder symptomfrei sind, können wir aus vielen Bewegungsformen wählen.
Achten wir immer auf:

  • die Steigerung der Belastung sowie
  • das Aufwärmen und
  • das Dehnen.

Wenn wir an einem geführten Training teilnehmen, besprechen wir unsere Rückenprobleme mit dem Trainer oder Ausbilder und holen seinen Rat ein. Für alle empfehlen wir das besondere Training der Rumpfmuskulatur, denn sowohl die Entwicklung der Rücken- als auch der Bauchmuskulatur ist wichtig, wenn wir unsere Wirbelsäule schützen und einen Bandscheibenvorfall sowie das Wiederauftreten von Beschwerden vermeiden möchten.


Einige Bewegungsformen kurz vorgestellt:

Junge Radfahrer mit Helm und Brille – Radfahren und rückenfreundlicher Sport

Schwimmen


In der Regel wird dies von Ärzten automatisch empfohlen. Es bewegt den Körper wirklich gut durch und wirkt sich auch positiv auf die Wirbelsäule aus, vor allem Rücken- und Kraulschwimmen. Brustschwimmen mit ständig erhobenem Kopf kann Nackenschmerzen verursachen.

Gehen, Nordic Walking


Wer das Laufen zu intensiv findet, kann ruhig mit Gehen oder Wandern beginnen. Ein zügiges Gehen mit kräftiger Armbewegung hält Körper und Geist sehr gut in Form.

Ballsportarten


Die meisten belasten den Körper asymmetrisch, daher ist es wichtig, die andere Körperseite zu belasten und zu trainieren.

Reiten


Es fördert eine aufrechte Haltung und trainiert auch die Rückenmuskulatur gut. Empfohlener Sport!

Laufen


Auf Gras oder jedem weicheren Untergrund, mit geeignetem Schuhwerk und rollender Fußtechnik kann man in symptomfreien Phasen ruhig laufen. Vermeiden Sie Beton und Asphalt!

Radfahren


Die Benutzung von Rennrädern sollte vermieden werden, und jeder sollte auf die richtige Einstellung des Fahrrads achten. Denn auch auf dem Fahrrad kann man krumm sitzen! Stellen Sie Sitz und Lenkerhöhe sowie -abstand so ein, dass Sie mit geradem Oberkörper, entspannten Schultern und gehobenem Brustkorb sitzen können!

Rudersport


Aufgrund der Einseitigkeit des Kanus ist es für die Wirbelsäule nicht wirklich gut, aber auch beim Kajakfahren gibt es viele Rumpfdrehungen, die zu Abnutzung der Gelenkflächen führen können.