Hexenschuss aus Sicht eines Internisten und Heilpraktikers
Ein Hexenschuss ist ein Schmerz, der von der Lendenwirbelsäule ausgeht, manchmal bis in die Zehen ausstrahlt und durch eine plötzliche falsche Bewegung oder anhaltende physische und insbesondere psychische Belastung ausgelöst werden kann. Zunächst kann es sich lediglich um eine lokale Entzündung und einen Muskelkrampf ohne Organanomalie handeln, bei wiederkehrenden Beschwerden kann aber auch eine einseitige oder beidseitige Vorwölbung der Bandscheibe zwischen den Lendenwirbeln oder in schwereren Fällen ein Vorfall dahinterstecken kann bei weiterer Belastung reißen. Letzteres geht mit Symptomen einher, die von Taubheitsgefühl und leichter Muskelschwäche bis hin zu Muskellähmungen reichen, wobei die Schmerzintensität von der individuellen Verträglichkeit abhängt. Der Schweregrad der Anomalie kann im Allgemeinen anhand der Symptome abgeschätzt werden, eine genaue Diagnose wird jedoch durch eine MRT-Untersuchung des betroffenen Wirbelsäulensegments in den Händen eines Facharztes für Neurologie gestellt.

Behandlung
Das beste Ergebnis ist, wenn wir uns bereits auf die Prävention konzentrieren und die Beschwerden gar nicht erst auftreten. Wenn leichte Symptome auftreten, ist es ratsam, alle Methoden der Alternativmedizin anzuwenden
- beginnend mit Physiotherapie,
- Yoga,
- Anwendung lokaler entzündungshemmender Salben und bei stärkeren Beschwerden zusätzlich die Einnahme von
- entzündungshemmende und muskelrelaxierende Medikamente in Tablettenform, oder
- in Form von Muskelinjektionen in einer Kur verabreicht,
- bei ausgeprägten Beschwerden Taubheitsgefühl oder Muskellähmung, chirurgische Lösungen werden in Betracht gezogen.
Wenn unsere Präventionsbemühungen erfolgreich sind oder wenn wir zumindest unseren Lebensstil ändern, wenn leichte Symptome auftreten, können wir die schwersten Symptome und Operationen vermeiden.
Wie können wir einem Hexenschuss vorbeugen?
Das Wichtigste ist, dass unsere Seele im Gleichgewicht mit der Welt ist. Stress betrifft uns alle; es kann nicht beseitigt werden, aber wie wir darauf reagieren, hängt von uns ab. Wir sollten uns regelmäßig entspannen und ausruhen an einem Ort, zumindest in Meditation, der uns glücklich macht, uns neue Energie gibt und uns Kraft für weitere Kämpfe gibt.
Der nächste wichtige Aspekt ist die Aufrechterhaltung eines Körpergewichts, das unserer Körpergröße angemessen ist, unabhängig vom Alter (der BMI-Index sollte zwischen 20 und 25 liegen, berechnet als: Gewicht/Größe in Quadratmetern, z. B. hat eine Person mit einer Körpergröße von 160 cm und einem Gewicht von 60 kg einen BMI von 60 kg/1,6 m x 1,6 m = 60 kg/2,56 m2 = 23,4375 kg/m2), und im Falle von Fettleibigkeit sollte so schnell wie möglich mit der Gewichtsreduktion begonnen werden.
Die dritte wichtige vorbeugende Maßnahme erfordert einen Physiotherapeuten, der dies zeigt richtige Haltung und wie man Aktivitäten so ausführt, dass sie unsere Wirbelsäule am wenigsten schädigen, und gleichzeitig ist auch die Verwendung von Hilfsgeräten ratsam, die helfen, die richtige Position der Wirbelsäule aufrechtzuerhalten für diejenigen, die längere Zeit im Sitzen arbeiten oder längere Zeit Auto fahren, und natürlich regelmäßige Bewegung mit einer Form und Intensität passend für unsere Wirbelsäulenerkrankung.
Dr. Gabriella Eszes Internistin, Heilpraktikerin