Über Rückenschmerzen
Was verstehen wir unter „Lendenbereich“? Aus medizinischer Sicht bezeichnet man den Wirbelsäulenabschnitt zwischen der untersten Rippe und den Sitzbeinhöckern so. Schmerzen in diesem Bereich können durch viele Krankheiten verursacht werden, daher ist für eine genaue Diagnose unbedingt eine Untersuchung erforderlich. Wenn die Schmerzen bei Bewegung zunehmen, liegt die Ursache höchstwahrscheinlich im Bewegungsapparat. Andernfalls können auch gynäkologische oder urologische Ursachen in Betracht gezogen werden.

Woran liegt der Schmerz?
Ab einem bestimmten Alter kann die Frage sogar rhetorisch sein, aber wenn wir ironisch sein wollen, können wir das Sprichwort auch auf die Wirbelsäule anwenden, wonach es zwei Arten von Menschen gibt: die einen, die schon Rückenschmerzen hatten, und die anderen, die noch welche bekommen werden. Die Statistiken scheinen diesen Witz leider zu bestätigen, und in Bezug auf die Zivilisationskrankheiten unserer heutigen schnelllebigen Welt verdient der Rückenschmerz einen der Spitzenplätze.
- Chronisch nennen wir den Schmerz, wenn die Symptome schon lange bestehen,
- und akut, wenn das Problem frisch entstanden ist.
Die Ursache des muskuloskelettalen Rückenschmerzes kann ebenso sein:
- der krampfartige Zustand der Muskeln,
- die durch dauerhaft schlechte Sitzhaltung verursachte Bänderspannung,
- Verschleiß,
- aber in schwereren Fällen auch ein Bandscheibenvorfall.
Es gibt sogenannte funktionelle Tests, aus denen ein erfahrener Fachmann beim Untersuchen des Patienten vieles ableiten kann, aber eine sichere Diagnose können nur die Ergebnisse von Röntgen- und MRT-Untersuchungen liefern.

Was sollen wir damit machen?
- Untersuchen wir zunächst, was die korrekte, genaue Diagnose ist
- Je nach Schmerzintensität verwenden wir bei Bedarf Schmerzmittel
- Überlegen wir, wie wir Lebensstil oder Gewohnheiten ändern können, um die Auslöser zu vermeiden
- Wenn nötig, ruhen wir uns aus, aber nicht zu viel, denn entgegen der landläufigen Meinung tut langes Liegen unserer Wirbelsäule nicht gut, da z.B. der Stoffwechsel der verletzten Bereiche abnimmt und dies die Heilung verzögert
- Mit der Verbesserung unseres Zustands bewegen wir uns immer mehr und machen Pläne, wie wir Spaziergänge, Sport, Training, Tanz, kurz gesagt, regelmäßige Bewegung in unseren Alltag integrieren können